Wave Coyote Buttes


The Wave
Das Highlight in den Coyote Buttes North

 

Hier das typische Bild der Wave

 Unterkünfte Kanab+Umgebung:
Hotelempfehlung Lake Powell Resort
Hotelempfehlung Holiday Inn Express Kanab
 Weitere Hotels in der Nähe.

Vor 15 Jahren noch relativ unbekannt, hat sich diese Gegend mittlerweile zu einem regelrechten Tourismusmagneten entwickelt. Das Geheimnis Wave ist schon lange keines mehr, und auch die vielen anderen Naturschönheiten rund um dieses Gebiet verzeichnen jedes Jahr mehr Besucher. Auch für uns gehört die Wave zu den wohl schönsten Flecken, die wir bisher besuchen durften.

Sie befindet sich im Bereich der Coyote Buttes North (CBN) im Grenzgebiet von Arizona und Utah und gehört zur Paria Canyon/Vermilion Cliffs Wilderness. Das Ganze Gebiet ist permitpflichtig, und nur 20 Personen ist es pro Tag gestattet, die Wave zu besuchen. 10 Permits werden über Monate im Voraus im Internet vergeben, 10 weitere werden täglich vor Ort für den kommenden Tag verlost. Wie das Permitsystem genau funktioniert, erfahrt Ihr zu einem späteren Zeitpunkt auf einer gesonderten Seite.

Permits - (Update April 2012):

Permits bekommt man entweder online per Lotterie (hierzu ist eine Kreditkarte notwendigt - Teilnahmegebühr 5$) oder als Walk In Permits. Die Permits kosten generell mittlerweile 7$ - vor Ort kann man nur Cash oder mit Scheck bezahlen. Zusätzlich gibt es eine ganz entscheidene Änderung: Bisher war der Vergabeort der Walk-In Permits die Paria Ranger Station zwischen Page und Kanab. Da die Besuchermassen wohl überhand genommen haben, werden die Walk-In Permits seit Ende 2011 nur noch im Grand Staircase-Escalante National Monument Visitor Center in Kanab (745 E. Highway 89) gegenüber der Walkers Tankstelle ausgegeben. Allmorgendlich um 9 Uhr findet hier die Verlosung der 10 begehrten Walk-In Permits statt. Somit ist Kanab ab sofort die beste Basis als Ausgangspunkt für einen Besuch der Wave. Wer an der Online-Lotterie teilgenommen aber kein Permit erhalten hat, kann trotzdem mit etwas Glück noch ein Permit erhalten. Denn es gibt noch ein kleines Hintertürchen: Die Gewinner haben immer 14 Tage Zeit Ihre Permits zu bezahlen - tun sie dies nicht, sind die nicht bezahlten Permits über den Kalender buchbar. Alle Informationen zum Permitsystem auf der BLM Homepage sind hier zu lesen.

Anfahrt:

2003 noch gut befahrbar

Felskegel nahe der Wave

Blick auf die Teepees

Von Page kommend fährt man den Highway 89 Richtung Westen (Kanab) und folgt diesem für 34 Meilen. Bereits nach 30 Meilen sieht man schon von Weitem die Paria Contact Station mit der amerikanischen Flagge. Hier sollte man auf jeden Fall nochmals letzte Informationen zu Wetter und Straßenzustand einholen. Vier Meilen weiter - also wie beschrieben nach insgesamt 34 Meilen - zweigt links nach einer Kurve die beschilderte House Rock Valley Road ab. Diese verbindet den Highway 89 mit dem Highway 89A.

Von Kanab kommend folgt man dem Highway 89 dementsprechend Richtung Osten (Page) für 38 Meilen und biegt rechts auf die beschilderte House Rock Valley Road ab. Hier kann man schon aus einiger Entfernung erkennen, wie sich die Dirtroad durch die einzigartige Landschaft schlängelt.

Die meisten Besucher starten Ihre Wanderung vom Wire Pass Trailhead. Dazu muss man von der Abzweigung Highway 89 der House Rock Valley Road noch für weitere 8,3 Meilen (ca. 20-30 Minuten) folgen und parkt dann rechterhand auf dem Parkplatz.

Grandiose Felsformationen

Blick zurück vom Plateau Richtung Norden

Der erste Eindruck der Wave - mit Spiegelung

Bei trockenem Zustand ist die House Rock Valley Road mit jedem PKW befahrbar. Auf ungefähr halber Strecke in der Nähe des Buckskin Trailheads gibt es allerdings eine Stelle, wo man einen Wash durchqueren muss. Im trockenen Zustand stellt dies normalerweise kein großes Problem dar. Sollte es allerdings in den Tagen zuvor geregnet haben, kann sich ein schnell unpassierbares Hindernis gebildet haben, da die Straße hier oftmals wegbricht. Für normale PKW's ist dann an dieser Stelle Schluss, Wagen mit Allradantrieb und hoher Bodenfreiheit (SUV) können ihr Glück versuchen. Ein Weiterkommen sollte mit diesen auch meistens möglich sein. Wer ganz sicher gehen möchte, kann entweder sein Auto abstellen und die vier Meilen bis zum Wire Pass Trailhead laufen oder natürlich auch von Süden kommend (Highway 89a) die House Rock Valley Road befahren. Die Anfahrt ist dann zwar um einiges länger, kann aber gleichzeitig mit dem Besuch von Lees Ferry verbunden werden.

Nach letzten Informationen wird die Straße übrigens kaum noch gewartet. Somit dürften die schlechten Passagen im trockenen Zustand sehr sandig und bei Nässe aufgrund des lehmartigen Bodens sehr rutschig werden.

Dieses Bild macht wohl jeder

Wandergefährten 2002

Wandergefährten 2007

Hier glüht die Speicherkarte

Brainrocks

starke Konturen

Ausrüstung / Wanderung:

Es gibt fünf verschiedene Möglichkeiten, von wo man die Wanderung in die Coyote Buttes North starten kann. Der berühmteste ist wohl der bereits oben genannte Wire Pass Trailhead. Die weiteren Trailheads sind der Vollständigkeit halber: The Notch Trailhead, Lone Tree Trailhead, Paw Hole Trailhead und Cottonwood Cove Trailhead. Letztere beiden führen aber schon eher in das Gebiet der ebenfalls permitpflichtigen Coyote Buttes South (CBS). In den Daypack gehören neben reichlich Wasser (es gibt auf der kompletten Strecke kaum schattige Plätze) vor allem auch das Permit sowie die ausgegeben Karten. Diese bekommt man mit Erhalt des Permits per Post zugesandt bzw. als Walk-In Permit Gewinner vor Ort von den Rangern. Die Fotoausrüstung inkl. genügend Speicherkarten sollte man übrigens auch nicht vergessen. Trekkingschuhe oder -sandalen sollten für diese Wanderung ausreichen. Ein GPS-Gerät ist nicht zwingend notwendig, aber sehr praktisch. Selbst als "Re-Waver" ist der Rückweg gar nicht so einfach. Für die drei Meilen lange Wanderung (oneway) sollte man ca. 60-90 Minuten einplanen. Dies hängt nicht nur von der jeweiligen Kondition, sondern vor allem auch vom persönlichen Fotografierverhaltens ab. Denn jeder wird den Auslöser seiner Kamera auf dieser Wanderung einige hundert male betätigen - garantiert! Übrigens gibt es keinen offiziellen "Wanderweg" - man folgt also crosscountry seinem Instinkt.

Brainrocks aus der Ferne

Formation am Nordeingang

Die Second Wave

Hat man seinen PKW am Wire Pass Trailhead abgestellt und das Parking Permit sichtbar hinterlegt kann es los gehen auf eine der schönsten Wanderungen des Südwestens. Dazu passiert man die Straße und betritt alsbald durch ein kleines Gatter das ausgetrocknete Flussbett des Wire Pass, welches später in den Buckskin Gulch führt. Diesem steinigen und recht eintönigen Weg folgt man für ca. 1/2 Meile. Hier kann man sich entscheiden, ob man direkt weiter Richtung Wave geht, oder dem Flussbett noch ein wenig weiter folgt um einen ersten Blick in die Narrows des Wire Pass bzw. Buckskin Gulch zu werfen. Natürlich wird fast jeder rechterhand dem Schild "Coyote Buttes" folgen. Hier sollte man sich dann auch in der Registration Box eintragen.

Pools bei den Brainrocks

Hamburger Rock

Wave-Nordeingang

War es bis hier ein leichter Spaziergang, kommt man nun sofort ins Schwitzen. Denn die Strecke führt bei sandigem Boden über eine leichte Anhöhe. Ist man oben angekommen, kann man auch schon den ersten Wegpunkt erkennen, auf den man nun zulaufen muss. Orientiert Euch einfach in der Felskette an einer Form, die ähnlich eines Sattels ausschaut. Meistens kann man hier auch noch den Fußspuren folgen. Zwischen kleinen Sträuchern geht es auf dem rotbraunen Boden weiter Richtung Wave. Hat man den "Sattel" erklommen, ändert sich der Weg nun schlagartig: ab jetzt läuft man auf felsigem Untergrund weiter. Dies macht den Hike angenehmer, da es nicht so anstrengend ist. Sobald man in der Ferne zwei nebeneinander liegende Felskegel erblickt, kann man sich kaum noch verlaufen. Der Bereich, wo sich die Wave befindet, ist von hier sehr gut zu erkennen. Man sollte aber nicht gerade auf diese Stelle zulaufen, sondern immer möglichst "oben" nähe der Felskette bleiben. Ansonsten führt es in vielen up and downs weiter bis zur Wave. Da man wegen der Fotos sowieso ständig stehen bleibt, sollte man sich immer mal wieder umschauen. Dies ist für den Rückweg unbedingt notwendig. Denn so leicht der Hinweg auch ist - wenn man ihn erst einmal kennt - so kann man sich auf dem Rückweg immer mal wieder verlaufen. Bereits bevor man die Wave erreicht, jagt ein geniales Fotomotiv das nächste. Felsformationen in allen erdenklichen Farben lassen die Kamera glühen. Hat man die Wave vor Augen, muss man noch den anstrengendsten Teil der Wanderung bewältigen: eine hohe Sanddüne muss erklommen werden, an deren Ende man direkt im Eingang der Wave steht. Dieser Blick ist immer wieder überwältigend und bestätigt die Aussage des schönsten Platzes im Südwesten. Bei allen Besuchen haben wir uns nach der Wanderung erst einmal einige Minuten an den Nordeingang gesetzt und einfach nur diese Naturschönheit genossen.

Blick vom Toprock auf die Teepees...

...und die Region der Brainrocks

Doch es gibt noch genügend andere Felsformationen in der Umgebung der Wave zu sehen. Da sich viele Bereiche der Wave vor der Mittagszeit noch im Schatten befinden, lohnt sich das Umschauen in der näheren Umgebung. Dazu solltet Ihr die Wave im südlichen Ausgang verlassen. Hier lädt der Toprock zum Erkunden ein, der von seinem höchsten Punkt eine hervorragende Aussicht über das ganze Gebiet ermöglicht. Als Bonus lädt die Fernsicht ein: sowohl die Umgebung der Coyote Buttes South als auch Richtung Norden sind Teile des Grand Staircase erkennbar. Doch auch Vorsicht ist geboten: gerade bei starkem Wind ist es eher schwierig, dort hinauf und später vor allem wieder hinunter zu klettern.

Noch schöner mit Wolken

Wer nicht einigermaßen schwindelfrei ist sollte dieses Abenteuer jedoch unterlassen. Statt dessen sollte man sich dem Bereich der Brainrocks widmen. Diese liegen auf einem kleinen Plateau unterhalb des Toprocks. Im Frühjahr und in der Monsunzeit bilden die vorhandenen Pools geniale Reflektionen und man kann sich mit der Kamera richtig austoben. Das nächste Motiv ist nicht weit: Der Hamburger-Rock. Hier läuft man allerdings schnell dran vorbei, da er nur von einer Seite so ausschaut. Dann ist man schon ganz in der nähe der Swirls - der sogenannten Second Wave. Auf Fotos hat man sie schon oft gesehen, allerdings kann man auch hier schnell daran vorbeilaufen, da sie recht unscheinbar aussieht. Dies ist dann die richtige Location für die golden hour. Um die Mittagszeit wirken weder Farben noch Konturen. Ab ca. 16h verwandelt sich die Second Wave bei nicht bewölktem Himmel minütlich. Alleine wird man um diese Uhrzeit dann dort allerdings nicht mehr sein. Man sollte übrigens beachten, dass man nicht allzu spät den Rückweg angeht. Denn in der Dunkelheit ist die Orientierung noch schwieriger. Wie oben schon erwähnt gestaltet sich der Rückweg gar nicht so einfach wie der Hinweg. Man kann sich zwar an den gleichen Wegpunkten orientieren, aber es sieht halt alles etwas anders aus. Die Wanderung lässt sich noch beliebig ausweiten. Dazu wird es nach meinem nächsten Besuch dieser Region mehr geben.

Fazit:

Anja & Micha @ Wave

Blick Richtung Toprock

Die Wave ist und bleibt ein absolutes Highlight. Fakt ist, dass es immer schwieriger wird, für dort eine Wandergenehmigung zu bekommen. Wer jedoch das Glück hat der wird diese Wanderung nicht nur in vollen Zügen genießen, sondern den Tag in den CBN nie vergessen. Bei den bisherigen Besuchen sind wir zu den unterschiedlichsten Tages- und Jahreszeiten dort gewesen. Gerade im Sommer empfehle ich, möglichst früh aufzubrechen und möglichst den ganzen Tag dort zu verbringen. Dies hat den Vorteil, dass man vor allem auf dem Hinweg nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist. Beste Fotografierzeiten sind der frühe Morgen und der späte Nachmittag. Wer für den Sonnenuntergang eine leicht zugängliche Alternative sucht, für den sind die Paria Rimrocks vielleicht interessant.





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