Valley of Fire Elephant Rock Arch Beehives White Domes


Valley of Fire
Farbenprächtige Sandsteinformationen bei Las Vegas

 

Auf der Fahrt durchs Valley of Fire

Auf der Fahrt durchs Valley of Fire

Gut eine Autostunde nördlich von Las Vegas liegt das Valley of Fire. Für viele ist Nevadas ältester State Park neben dem Red Rock Canyon ein abwechslungsreicher Ausflug von dem Trubel des Spielerparadieses. Die meisten Touristen besuchen das Valley of Fire allerdings nur für einige Stunden. Trotz der meist großen Hitze bietet es weitaus mehr als die Haltepunkte an der Straße.

Anfahrt:

Der Mini-Double Arch erinnert an einen grasenden Dinosaurier

Der Mini-Double Arch erinnert an einen grasenden Dinosaurier

Von Las Vegas kommend fährt man die Interstate 15 nach Norden bis zum Exit 75 und folgt dann den Schildern zum State Park. Tipp: Schaut Euch am Exit 75 unbedingt auch mal den Fireworks Smoke Shop an. Dieser Truck Stopp bietet viele günstige Schnäppchen. Seinen Namen macht der Shop alle Ehre durch die größten Feuerwerkspakete, die ich je gesehen habe. Auf dem Parkplatz bekommt man übrigens jede Menge Trucks in allen möglichen Varianten für die Fotolinse! Der sehenswertere Weg zum größten State Park von Nevada führt von der Stadt Henderson (östlich von Las Vegas) über die State Road 167 (Northshore Road) entlang des Colorado Rivers bis zum Osteingang des Valley of Fire. Der erste Weg dauert ca. eine Stunde, der zweite ca. 1,5 Std (ausgehend von Las Vegas). Wer viel Zeit mitbringt sollte für den Hinweg die erste und den Rückweg die zweite Variante nutzen.

Felsen wie Bienenstöcke

Felsen wie Bienenstöcke

Zum nahe gelegenen Erholungsgebiet Lake Mead, das mir persönlich nicht wirklich zusagt, bildet das Valley of Fire besonders in den Morgen- und Abendstunden einen herrlichen Kontrast. Kurz vor Sonnenuntergang wird es seinen Namen absolut treu und die Felswände glühen in einem knallenden Rot bis dunklen Violett. Man findet hier besondere Sandsteinformationen, die sich im Laufe von Millionen von Jahren durch Natureinflüsse gebildet haben. Felsformation dieser Art habe ich sonst kaum woanders gesehen. Überall rote Felsen, soweit man gucken kann.

Archrock - besonders bei Sonnenauf- und Untergang empfehlenswert

Archrock - besonders bei Sonnenauf- und Untergang empfehlenswert

Elephant Rock

Elephant Rock

Der Eintritt ist am Westeingang, im Visitor Center oder an der Self Registration zu bezahlen und beträgt 10 $ (Stand 01.04.2010). Der Annual Pass (ehemals Golden Eagle oder Nationalpark Pass) ist hier nicht gültig. Falls kein Ranger mehr anwesend ist solltet ihr unbedingt die Self Registration nutzen. Erstens kommt es dem Valley of Fire zu Gute und zweitens muss man mit Kontrollen rechnen. Hat man keinen Nachweis kann es drastische Strafen geben. Übernachtet man auf einem der beiden Campingplätze (s. Info weiter unten) ist der Parkeintritt bereits in der Campinggebühr enthalten. Achtung: auch beim Verlassen des Parks muss man den Beleg vorzeigen.

Im Park gibt es einige Wanderwege. Den Plan dazu erhält man direkt am Eingang oder kann sich im Visitor Center erkundigen. Mir ist es jedoch schon öfter passiert, dass das Visitor Center schon um 16 Uhr geschlossen war.

Eine kleine Dirtroad führt zum Fire Canyon

Eine kleine Dirtroad führt zum Fire Canyon

Eine der imposantesten Aussichten: Rainbow Vista

Eine der imposantesten Aussichten: Rainbow Vista

Ausgehend vom Westeingang kommt man zuerst zum Arch Rock und Atlatl Rock beziehungsweise den gleichnamigen Campingplätzen. Bei Arch Rock lohnt sich ein 2 Meilen Trip durch schöne Felsen wie Arch Rock und Piano Rock. Bei den Beehives - die größten (Sandstein-)Bienenstöcke der Welt befinden sich die Gruppencampingplätze. Die Petrified Logs sind über 225 Millionen Jahre alte versteinerte Baumstämme. Leider sind sie von einem großmaschigen Zaun umgeben, so dass vernünftige Fotos kaum machbar sind. Aber ich kann die Umzäunung auch verstehen - sonst gäbe es die Petrified Logs wohl bald nicht mehr.

Weiter geht es zum Visitor Center, wo man neben vielen Informationen auch eine kleine Ausstellung zum Park, seiner Geschichte und den dort vorkommenden Tieren besichtigen kann. Die Seven Sisters sind 7 sehr faszinierende Sandstein Formationen, die man bei der Fahrt durch den Park passiert. Unbedingt halten und einige Fotos machen - es gibt hier auch die Möglichkeit zu einem leckeren Picknick. Bevor man dann zum Osteingang/Ausgang kommt gibt es noch den Elephant Rock, zu dem man durch eine kurze Wanderung gelangt. Man kann aus den Felsen ganz deutlich einen Elefanten erkennen, ein schönes Motiv zum Fotografieren. Leider gibt es aber auch sehr unvernünftige, die bis auf den Elephant Rock hinauf klettern und dort unbedingt auch für ein Foto sitzen bleiben müssen. Niemand scheint daran zu denken, dass es durch solche Aktionen diese wunderschöne Felsformation bald nicht mehr geben wird.

 Unterkünfte:
Hotelempfehlung Best Western Greenwell Inn Moab Hotelempfehlung Ramada Inn Moab Hotelempfehlung Luxor Las Vegas
 Ausführliche Infos hier.

White Domes - das Ende der Scenic Road

White Domes - das Ende der Scenic Road

Das Movieset von The Professionals

Das Movieset von The Professionals

Auf dem White Domes Trail

Auf dem White Domes Trail

Fährt man vom Visitor Center weiter auf der White Domes Scenic Road, gelangt man zuerst zum Mouse Tank. Dies ist ein Basin, welches Regenwasser auffängt - wenn es denn mal regnet. Die Wanderung dorthin ist recht kurz und lohnt sich meiner Meinung nach nur bedingt. Danach kommt man auf dem Weg zu einem wunderschönen Aussichtspunkt, Rainbow Vista, von dem man einen super Blick über die faszinierende Landschaft hat. Dies macht auch seinem Namen alle Ehre, denn die Felsen leuchten in allen Farben des Regenbogens. Also holt Eure Kamera raus!! Hier könnte man stundenlang verweilen; es ist für mich ein großes Highlight des Valley of Fire. Eine Wanderung ins Hinterland lohnt sich bestimmt - allerdings war es uns bisher bei Temperaturen von über 40°C dafür viel zu heiß. Vielleicht gelingt es uns auf der nächsten Reise noch neue Arches zu entdecken. Außerdem lohnt sich der kurze Abstecher auf einer Dirtroad zum Fire Canyon, dessen dunkelrote Felsen bereits vom Rainbow Vista Viewpoint zu sehen sind. Fire Canyon ist eine Mischung aus roten und weißen Felsen, im späten Nachmittag absolut sehenswert. Allerdings ist es hier auch meistens recht windig. Die White Domes Scenic Road wird nun sehr kurvig und immer fotogener, führt durch die wunderschöne Landschaft und endet als Sackgasse bei den gleichnamigen Felsen. Hier gibt es auch einen der wenigen offiziellen Wanderwege. Der kurze, sandige und recht einfache Wanderweg (ca. 1,3 Meilen) führt an einem alten Movie Set vorbei. Hier wurde u.a. der Western "The Professionals" gedreht. Allerdings ist von dem Movie Set nur noch wenig zu sehen und es ist nicht wirklich lohnenswert. Das interessanteste ist der sehr kurze Slot Canyon. Beachtet bitte: hier solltet Ihr keinesfalls bei schlechtem Wetter hin. Außerdem sollte für diese kurze Wanderung trotzdem ausreichend Wasser mitgenommen werden, da die Hitze dort richtig steht.

Eingang zu den Narrows

Eingang zu den Narrows

Im kurzen, sehenswerten Slot

Im kurzen, sehenswerten Slot

Stairway to heaven

Stairway to heaven

Campingtipp:

 Unterkünfte:
Hotelempfehlung Pioneer Lodge Springdale
Hotelempfehlung Best Western Zion Park Inn
 Ausführlichere Infos hier.

Camping ist im Valley of Fire besonders schön

Camping ist im Valley of Fire besonders schön

Es gibt 2 Campingplätze im Park, sowie einen Gruppencampingplatz wie oben bereits erwähnt. Beide Campgrounds möchte ich hier absolut hervorheben; sie gehören mit zu den besten im gesamten Südwesten der USA. Wir nutzen die Gelegenheit immer um dort unser ganzes Campingequipment vor der Rückreise zusammen zu packen - bevor es für die letzte Nacht ins Spielerparadies Las Vegas geht. Atlatl Rock ist etwas besser ausgestattet als der Arch Rock Campground (Warmwasser-Duschen - es lebe der Solarstrom). Leben tun dort übrigens auch die sehr nachtaktiven Fledermäuse. Sie liefern sich rund um das Duschhaus wilde Verfolgungsjagden.

Absolut empfehlenswert: Arch Rock Campingplatz im Valley of Fire

Absolut empfehlenswert: Arch Rock Campingplatz im Valley of Fire

Der Arch Rock Campground ist einfacher ausgestattet, mit nur vereinzelten Plumpsklos. Dafür bietet er aber viel schöner gelegene Zeltplätze zwischen den Felsen, die dadurch wesentlich idyllischer sind. Beide Campgrounds sind natürlich mit Grillstellen, Wasserpumpen und überdachten Tischen ausgestattet. Pro Auto und benötigtem Platz kostet eine Übernachtung 12 $ - inkl. Parkeintritt.

Für ein Picknick im Park gibt es mehrere Gelegenheiten mit schattigen Plätzen bei Atlatl Rock, den Seven Sisters, in der Nähe des Mouse Tank und bei den White Domes.





 Unterkünfte:
Hotelempfehlung Best Western Greenwell Inn Moab Hotelempfehlung Ramada Inn Moab Hotelempfehlung Luxor Las Vegas
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