Angels Landing Zion Canyon


Springdale, Utah, weather forecast

Wetter in Springdale

Angels Landing
Spektakuläre Aussichten nur für Schwindelfreie

Überquerung des Virgin River beim Aufstieg nach Angels Landing

Hier überquert man den Virgin River (350kb)

Die linke Kuppe ist Angels Landing

Die linke Kuppe ist das Ziel (396kb)

Anfahrt & Ausrüstung:

Oft wird der Zion Canyon nur als Durchfahrtsverbindung zwischen dem Bryce Canyon und Las Vegas genutzt. Dabei bietet der Zion Canyon mindestens drei sehr spektakuläre Wanderungen.

Angels Landing ist dabei nichts für Menschen mit Höhenangst. Eine gewisse Schwindelfreiheit - zumindest für das letzte Stück - sollte schon vorhanden sein.

Wie auf allen Wanderungen sollte genügend Wasser, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung mitgenommen werden. Ratsam ist außerdem eine leichte Jacke, da man im Schatten und durch den Wind schnell frieren kann. Festes Schuhwerk ist absolute Pflicht. Zu Wanderstöcken kann ich nur bedingt raten: sind sie auf den ersten beiden Dritteln der Strecke sehr hilfreich, so stellen sie im letzten Abschnitt - und dort besonders bei den Ketten - ein großes Hindernis dar. Wer schnell feuchte Hände bekommt (sei es durch die Hitze, sei es durch die Höhenangst) sollte sich eventuell noch rutschfeste Fahrradhandschuhe einpacken. Hierzu aber später mehr.

Ausgangspunkt ist das Visitor Center im Zion National Park, da von dort die Shuttle Busse in den Zion Canyon fahren. In gut 15-20 Minuten bringt Euch der Fahrer auf einer sehr beeindruckenden Strecke bis zur Haltestelle "The Grotto". Unterwegs erzählt er einige interessante Dinge zum Zion Canyon, erläutert die atemberaubenden Felsformationen und die Wandermöglichkeiten bei den einzelnen Haltepunkten. Übrigens ist dieser Shuttleservice nicht nur kostenfrei, sondern auch noch sehr umweltfreundlich. Die Busse werden nämlich mit Propangas oder elektronisch betrieben.

Walter Wiggles - 21 harte Spitzkehren unterhalb Angels Landing

Walter Wiggles - 21 harte Spitzkehren (358kb)

Serpentinen auf dem Weg zu Angels Landing

Fast geschafft (457kb)

Zions berühmtester Baum bei Angels Landing

Zions berühmtester Baum (401kb)

Von "The Grotto" startet Ihr nun eine 5 Meilen roundtrip Wanderung, die Ihr wohl nie vergessen werdet! Auf der linken Seite der Straße muss zuerst eine kleine Holzbrücke überquert werden. Lasst Euch an dieser Stelle Zeit, denn sie lädt mit den vielen grünen Bäumen und dem Virgin River zu herrlichen Fotos ein. Nun folgt man dem sehr guten Weg nach rechts parallel zum Virgin River. Nach gut einer halben Stunde knickt der Weg nach Westen in den "Refrigerator Canyon" ab. Auch hier ist es im Prinzip noch ein einfacher Spaziergang. Der Canyon bildet mit den vielen grünen Bäumen, Sträuchern und schattigen Nischen eine angenehme Kühle. Er macht so seinem Namen alle Ehre, denn bisher war man bei schönem Wetter der prallen Sonne ausgesetzt. Viele Ecken laden zu zwischenzeitlichen Fotostopps ein. Nach weiteren 15 Minuten erreicht man den wohl körperlich anstrengendsten Teil der Wanderung: Walter Wiggles. In 21 sehr steilen, engen Spitzkehren schlängelt sich der Weg die rechte Wand des Canyons nach oben. Mit Schweiß auf der Stirn darf man dann am Scout Overlook auf einer Höhe von 5350 ft. eine atemberaubende Aussicht genießen. Hier befindet sich übrigens auch der berühmteste Baum vom Zion Park. Er ist auf Postkarten und als großes Poster im Visitor Center erhältlich.

Die letzte anstrengende Etappe auf dem Weg nach Angels Landing

Die letzte anstrengende Etappe (331kb)

Über diesen Grat gehts nach Angels Landing. An den Ketten ist Schwindelfreiheit ein Muss.

Über diesen Grat gehts ganz nach oben. An den Ketten ist Schwindelfreiheit ein Muss (352kb)

Virgin River im Zion Canyon

Der Virgin River im Canyon (439kb)

Bäume säumen den Weg nach Angels Landing

Bäume sorgen für Idylle und spenden Schatten (504kb)

Blick vom Aufstieg nach Angels Landing auf den Zion Canyon

Unterhalb des Felsvorsprungs mit Blick auf den Zion Canyon (291kb)

Zion Canyon von Angels Landing aus gesehen

Zion Canyon von ganz oben (130kb)

Für einen Teil der Wanderer ist der Hike auf dieser Plattform beendet. So war es bei mir bei meinem ersten Besuch auch. Denn mir hat das letzte Stück dann doch den nötigen Mut genommen. Dabei wirkt das letzte Teilstück schlimmer als es in Wirklichkeit ist. Vom Scout Overlook kann man den Weg und die mutigen Wanderer auf dem sehr schmalen Felsrücken hinauf auf die Spitze von Angels Landing bestens erkennen. Der Weg führt in südliche Richtung weiter und recht bald stößt man auf Eisenketten, die eine gute Hilfe sind, um einen Felsvorsprung auf der westlichen Seite des Grades zu überwinden. Nachdem man diese Stelle hinter sich gebracht hat kommt man auch schon an die engste Stelle des gesamten Weges. Nachdem man einen kleinen Weg hinunter geklettert ist erreicht man einen Punkt, wo es an beiden Seiten 1500 ft. steil abfällt. Diese Stelle ist nur wenige Fuß breit, also passt auf wohin Ihr tretet. Von nun folgt man einem sehr steilen Anstieg auf der Spitze des Bergkammes. Ketten sorgen wieder für den nötigen Halt bis man das Ziel erreicht hat. Hier habe ich übrigens viele Wanderer mit Handschuhen gesehen, da die Ketten recht dick und meiner Meinung nach sehr unhandlich sind.

Blick in die Tiefe von Angels Landing

Blick in die Tiefe (359kb)

Die Bezwinger von Angels Landing

Thomas, Indrani und Micha - eine tolle Tour (463kb)

Der Ausblick von hier oben (5790 ft. hoch) ist einfach nur atemberaubend. Im Süden ist der komplette Zion Canyon sichtbar, im Norden die legendären Zion Narrows. Schaut man in nordöstliche Richtung erblickt man noch ein ganzes Stück höher den Observation Point.

Für die gesamte Wanderung solltet Ihr mit einem zeitlichen Rahmen von gut 3-4 Stunden rechnen (inklusive Fotostopps).


Fotos und Fazit:

 Unterkünfte:
Hotelempfehlung Pioneer Lodge Springdale
Hotelempfehlung Best Western Zion Park Inn
 Ausführlichere Infos hier.

Fotografieren ist auf dieser Tour nicht ganz einfach, da man bei sonnigem Wetter mit den verschiedenen Lichtsituationen kämpfen muss. Beste Zeit für gute Fotos ist der frühe Nachmittag. Morgens fotografiert man viel gegen die Sonne und es kann noch sehr diesig sein, wobei im späten Nachmittag ein Teil des Zion Canyons schon im Schatten liegt. Ich war auf meinen Touren einmal zur besten Zeit dort und einmal am frühen Morgen. Bei letzterer Tour haben wir Angels Landing mit den Zion Narrows verknüpft. Man muss dann halt irgendwo Abstriche machen. Lohnenswert ist diese Tour allemal, und Ihr werdet sie auf keinen Fall vergessen - auch wenn Ihr nicht weiter als zum Scout Overlook geht.




(c) Michael Schlebach - Alle Rechte vorbehalten